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PendelLabor | Wege zu einer nachhaltigen Stadt-Umland-Mobilität am Beispiel der Region Frankfurt Rhein-Main

Das Projekt PendelLabor geht der Frage nach, wie stadtregionale Verflechtungen von Pendler*innen unter Einbeziehung der sich stark verändernden gesellschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen verträglicher gestaltet werden können. Einerseits zeichnet sich ein gesellschaftlicher Wandel in der Mobilität ab. Stadtbewohner*innen sind zunehmend multimodal unterwegs, das Verkehrsangebot wird vielfältiger und auch einige Unternehmen leisten mit betrieblichem Mobilitätsmanagement ein Beitrag zu einer nachhaltigeren Mobilität. Andererseits steigt das Aufkommen von Pendler*innen weiter – mit den bekannten Folgen für Ökologie, Gesundheit und Lebensqualität. In den Kommunen der Einpendler*innen sind die verkehrlichen, städtebaulichen und umweltbezogenen Folgen deutlich zu spüren. Aber auch Kommunen der Auspendler*innen fürchten aufgrund überlasteter Infrastrukturen und eingeschränkter Lebensqualität als Wohnort unattraktiv zu werden.

Laufzeit: 09/2020 – 08/2023

Ziel

Ziel des Projekts ist es, am Beispiel der Region Frankfurt Rhein-Main innovative Lösungen für die verträgliche Ausgestaltung stadtregionaler Verflechtungen von Pendler*innen zu finden. Über ein gemeinsames Problemverständnis und das gemeinsame Handeln verschiedener Akteure in der Stadtregion soll ein Beitrag zu einer sozial-ökologischen Transformation des Mobilitätssystems geleistet werden. Aufgabe des Fachgebiets SRP ist es, Planungspraktiken und raumplanerische Gestaltungsspielräume für eine nachhaltige Stadt-Umland-Mobilität zu identifizieren und diese in Beziehung zu Pendeln als Alltagspraktik zu setzen.

Vorgehen


Das Projekt verfolgt einen inter- und transdisziplinären Forschungsansatz, in dem Forscher*innen aus den Sozialwissenschaften, der Verkehrsforschung und -planung, Mobilitätsmanagement sowie Stadt- und Raumplanung mit Praktiker*innen aus Regionalplanung und Mobilitätsmanagement zusammenarbeiten. Im Rahmen eines Co-Design-Prozesses werden Maßnahmenideen zur Veränderung von Pendelpraktiken entwickelt, die darauf abzielen, Pendlerverkehr nachhaltiger zu gestalten. Die vielversprechendsten Maßnahmen werden in einem Feldexperiment in zwei Korridoren der Untersuchungsregion umgesetzt. Vorbereitet wird das Co-Design u.a. durch eine sozial-empirische Erhebung der Pendel- und Planungspraktiken, in der das Handeln von Pendler*innen und Planenden innerhalb ihrer strukturellen Rahmenbedingungen untersucht werden. Begleitet wird der Gesamtprozess durch einen Stakeholderdialog.

Modellbild: Bahngleise. Es soll verdeutlichen, dass der Schienenpersonenverkehr als zentrales Element einer nachhaltigen Stadt-Umland-Mo­bi­li­tät dient. © Paula Quentin
Der Schienenpersonenverkehr als zentrales Element einer nachhaltigen Stadt-Umland-Mo­bi­li­tät

Konsortium

Partner*innen und Förderung

Projektpartner*innen

  • ISOE – Institut für sozial-ökologische For­schung (Verbundleitung)
  • Hoch­schu­le Rhein-Main, Fachbereich Ar­chi­tek­tur und Bau­in­ge­ni­eur­we­sen
  • ivm GmbH

Praxispartner*innen

  • Stadt Frankfurt
  • Regionalverband FrankfurtRheinMain

Förderung

Das Projekt „PendelLabor – Wege zu einer nachhaltigen Stadt-Umland-Mobilität am Beispiel der Region Frankfurt Rhein-Main“ wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Förderschwerpunkt sozial-ökologische Forschung im Förderbereich MobilitätsZukunftsLabor 2050 gefördert (Förderkennzeichen 01UV2084B).

Weitere Infos finden Sie auf der Homepage des Forschungsprojekts.

Kontakt

Ansprechpersonen

TU Dortmund
Fakultät Raumplanung
Stadt- und Regionalplanung
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Frank Othengrafen
 
TU Dortmund
Fakultät Raumplanung
Stadt- und Regionalplanung
Paula Quentin, M.Sc.

 

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.