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Fakultät Raumplanung

SRP bei Jugendveranstaltung der Urbanen Liga in Iserlohn

© Urbane Liga
Gruppenfoto zur Veranstaltung vor dem "KAI" - Wissenscampus Iserlohn
Die Veranstaltung "Jugend - Stadt - Begegnungsort: Der Schillerplatz im Umnutzungsumbruch" ist Teil des Jugendbeteiligungsformats der Urbanen Liga und fand am 9. April in Iserlohn statt.

Am 9. April nahm Negin Amiri von SRP an der Veranstaltung „Jugend – Stadt – Begegnungsort: Der Schillerplatz im Umnutzungsumbruch“ in Iserlohn teil. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Jugendbeteiligungsformats Urbane Liga des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen statt. Ziel war es, die Jugendbeteiligung in der Stadtplanung zu stärken, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und junge Menschen mit Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft zusammenzubringen, um gemeinsam Ideen für die Stadt von morgen zu entwickeln.

Im interaktiven World-Café-Format arbeiteten die Teilnehmenden in Gruppen, die alle 15 Minuten die Tische wechselten. Gemeinsam mit den Referent*innen sammelten sie ihre Ideen, Impulse und Vorschläge auf Plakaten und präsentierten anschließend ihre Visionen für die zukünftige Entwicklung des Schillerplatzes. Negin Amiri führte dabei intensive Gespräche mit Jugendlichen, lokalen Politiker*innen, Mitgliedern des Urbane-Liga-Teams sowie Vertreter*innen der Stadtverwaltung. Anschließend nahm sie an einer Fishbowl-Diskussion teil, in der ein offener Austausch mit jungen Menschen über die Bedeutung öffentlicher Räume in Städten und über die Rolle ihres Engagements bei der Gestaltung urbaner Veränderungen stattfand.

Eine zentrale Erkenntnis für Stadtplaner*innen und Designer*innen war, dass erfolgreiche öffentliche Raumgestaltung mit und für Jugendliche mehrere wichtige Prinzipien erfordert. Dazu gehört, Adultismus zu überwinden und als Verbündete aufzutreten, die junge Menschen in Planungsprozessen unterstützen und stärken. Ebenso wichtig ist es, das passende Beteiligungsniveau zu wählen, zum Beispiel durch Co-Design-Methoden, die echte Zusammenarbeit ermöglichen. Darüber hinaus hat es sich als entscheidend erwiesen, dort anzusetzen, wo junge Menschen stehen. Da sich viele in klassischen Konsultationsformaten nicht wohlfühlen, sollten Beteiligungsformate kulturell sensibel gestaltet und an ihre Interessen angepasst sein – etwa durch kreative Methoden wie Spiele, digitale Plattformen oder interaktive Workshops. Ein inklusiver Beteiligungsansatz bedeutet außerdem, sichere Räume für Diskussionen zu schaffen, geeignete Werkzeuge bereitzustellen, damit junge Menschen ihre Ideen ausdrücken können, ihre Perspektiven ernsthaft anzuhören und sicherzustellen, dass ihre Vorschläge tatsächlich Einfluss auf die finalen Planungen haben.

Weitere Eindrücke und Einblicke in die Veranstaltung gibt es im Instagram‑Video der Urbane Liga: Instagram-Reel der Veranstaltung

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On April 9, SRP researcher Negin Amiri participated in the event “Jugend – Stadt – Begegnungsort: Der Schillerplatz im Umnutzungsumbruch” in Iserlohn, organized within the Urbane Liga youth participation format of the Federal Ministry for Housing, Urban Development and Building. The event aimed to strengthen youth participation in urban planning, foster social cohesion, and connect young people with representatives from politics, administration, and academia to collaboratively explore ideas for the city of tomorrow.

During an interactive World Café session, participants worked in rotating groups , exchanging ideas with speakers and experts. Each group collected their thoughts, impulses, and proposals on posters and later presented their visions for the future development of Schillerplatz. Negin Amiri engaged in in-depth discussions with young people, local politicians, members of the Urbane Liga team, and representatives from the city administration. She also joined a fishbowl discussion, which created an open and dynamic dialogue with young participants about the role of public spaces in cities and how their engagement can shape meaningful urban change.

A key takeaway for urban planners and designers was that successful public space development with and for adolescents requires overcoming adultism and acting as allies who empower young people in planning processes. Choosing the right level of participation—such as co-design approaches—is essential to enable genuine collaboration and meaningful involvement. It is also important to start where young people are. Since many feel uncomfortable in traditional consultation meetings, participation formats should be culturally sensitive and connected to their interests, using creative tools such as games, online platforms, or interactive workshops. Finally, inclusive participation means creating safe spaces for discussion, providing tools that help young people express their ideas, ensuring that decision-makers truly listen, and making sure that young people’s contributions have a real influence on the final development plans.

More impressions from the event can be found in the Urbane Liga Instagram video: Instagram-Reel of the event