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B.SC. RAUM­PLA­NUNG

Städtebaulicher Entwurf

Interdisziplinäre Übungsveranstaltung zum Entwurf I/II

Beschreibung

Der Städtebauliche Entwurf I und II beinhaltet die Erarbeitung einer integrierten und räumlich konkreten Entwicklungsoption für ein Plangebiet in unterschiedlichen Maßstabsebenen, vom räumlichen Zielbild und einer übergeordneten Gesamtstrategie, über den städtebaulichen Rahmenplan, bis hin zur städtebaulichen Vertiefung und dem Bebauungsplan. Die Arbeit erstreckt sich über zwei Semester und beinhaltet 3 aufeinander aufbauende und sich konkretisierende Studienleistungen.

Der städtebauliche Entwurf I (Wintersemester) umfasst als Schwerpunkt die räumlich integrierende Ebene des Stadtteils. Der Entwurf I gliedert sich in die Bestandsanalyse, Leitbildentwicklung und Rahmenplanung. Darauf aufbauend werden im Sommersemester im städtebaulichen Entwurf II vertiefende analytische und konzeptionell-städtebauliche Fähigkeiten entwickelt, die die Grundlage für die städtebauliche Vertiefung im Gestaltungsplan darstellen. Dieser vertiefende Entwurf wird abschließend in einen qualifizierten Bebauungsplan übersetzt.

In Arbeitsgruppen von in der Regel 5 Studierenden werden im Entwurf I (Wintersemester) aufbauend auf einer räumliche Analyse eine übergeordnete Gesamtstrategie einschließlich eines räumliches Zielbilds (M: 1:10.000) sowie eines programmatischen Leitbilds (Ziele und Handlungsfelder) für einen definierten Betrachtungsraum entwickelt (Phase 1). Dieser Teil des Entwurfs steht unter der Fragegestellung wie die städtebauliche Entwicklung des Plangebiets den Stadtteil und die Gesamtstadt bereichern kann und wie das Plangebiet selber von räumlichen Maßnahmen im Umfeld profitieren kann.

In Phase 2 werden die auf der Makroebene gewonnenen Erkenntnisse im Plangebiet selbst in einen städtebaulichen Rahmenplan (M: 1:2500) übersetzt und in Form von sektoralen Analysen und Konzepten zu den Themenfeldern Mobilität, Freiraum, Nutzungen und Städtebau aufbereitet. Das Semester schließt nach einem Ausarbeitungs- und Synthese-Zeitraum (Phase 3) mit dem Zwischenkolloquium und der Studienleistung 1 ab (In Form einer Präsentation von 2 DIN A0 Plänen mit ausgearbeiteten Planzeichnungen). 

Aufbauend auf diesen Plänen werden im Sommersemester im Entwurf II in der Städtebaulichen Vertiefung ein Gestaltungsplan (M: 1:1.000) sowie ergänzende Darstellungen in Form von Schnitten und 3D Darstellungen (u.a.), einschließlich eines Arbeitsmodells erarbeitet (Phase 4) Diese Phase endet in einem weiteren Zwischenkolloquium in denen alle bisherigen Entwurfsleistungen aus den Phasen 1-3 vorgestellt werden (Studienleistung 2).

Abschließend wird der Entwurf in Form eines qualifizierten Bebauungsplan (M: 1:1.000) in einen Rechtsplan überführt (Phase 5). In dieser Phase wird ein Bebauungsplan mit seinen zeichnerischen sowie textlichen Festsetzungen und eine Begründung zum Bebauungsplan erwartet (Studienleistung 3). 

Nach einer abschließenden Finalisierungsphase (Phase 6) in der alle Planwerke der Phasen 1-5 nochmals überarbeitet werden können, wird der gesamte Entwurf in der Disputation bewertet und benotet (Abschlusskolloquium).

Die studentische Eigenarbeit wird von einer Vorlesung zu den fachlichen Grundlagen des städtebaulichen Entwurfs begleitet, in die u.a. punktuell die Fachplanungen Verkehrsplanung und Landschaftsplanung, Wohnen, Handel und Infrastruktur aufgenommen sind. Einzelne fachspezifische Inhalte und Methoden werden in Inputs und Übungen behandelt und im Plenum diskutiert. Im Fokus steht neben den sektoralen Themen der Stadtplanung und des Städtebaus, insbesondere der integrierte Planungsansatz in Überlagerung, Isolation und Synthese der einzelnen Themenfelder.. 

Ziel des städtebaulichen Entwurf I und II sind die Vermittlung von analytischen und konzeptionellen Ansätzen des städtebaulichen Entwerfens, indem nach dem iterativen Entwurfsansatz die Inhalte in einer integrierenden Betrachtung miteinander in Beziehung gesetzt und in räumliche stadtgestalterische Konzepte und schließlich in einen Rechtsplan überführt werden.

Fachliteratur, Planungsbeispiele, Kartenmaterial, digitale Karten etc. stehen im Lernzentrum des Fachgebiets SBP (GB III, DG) und den Bereichsbibliotheken Raumplanung und Bauwesen, sowie über die digitalen Plattformen (Miro, Moodle) zur Verfügung. Außerdem wird über Miro und innerhalb der Inputs und Vorlesungen auf Referenzbeispiele und -Projekte hingewiesen. Die Betrachtung und Untersuchung dieser und weiterer selbst recherchierter Projekte und bereits gebauter Beispiele sind zentraler Baustein des Entwerfens und helfen neben der Literatur der eigenen Argumentation und Verteidigung der Entwurfsleistungen. Eine Diskussion über Referenzen, deren Anwendung im Entwurfskontext, sowie die Erstellung von Skizzen und anderen freien Darstellungsformen wird in den Betreuungen und Zwischenpräsentationen erwartet und vorausgesetzt.   

Die erfolgreiche Bearbeitung der 3 Studienleistungen im Städtebaulichen Entwurf I und II (unbenotet) ist Voraussetzung für die Zulassung zur Modulprüfung, die mit einer einstündigen Gruppendisputation zum Ende des Sommersemesters endet. Die Studienleistungen sowie die in der Vorlesung fachliche Grundlagen vermittelten Inhalte sind Gegenstand der Disputation in der der eigene Entwurf anhand der Planwerke präsentiert (ca. 15Min.) und anschließend verteidigt (ca. 45Min.) wird.

Lehr­ver­an­stal­tung im LSF

Lehr­per­so­nen:  Dr.-Ing. Andrea Rüdiger; Thomas Eltner, M.Sc.; Dipl.-Ing. Ulrich Göhre, Bauass.; Dipl-Ing. Ingo Stapperfenne, Bauass.

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.