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Bestand als Ressource: Klima- und ressourceneffiziente Umnutzung von Einzelhandelsgroßimmobilien der 1950er bis 1970er Jahre

Das Projekt „Bestand als Ressource // Klima- und ressourceneffiziente Drittverwendung von Einzelhandelsgroßimmobilien der 1950er bis 1970er Jahre“ befasst sich mit der Transformation nicht mehr benötigter Bauten und Strukturen des Einzelhandels. Ziel des inter- und transdisziplinären Forschungsprojektes ist es, städtebaulich-funktionale Fragen des Nutzungswandels mit ökologischen und technischen Fragen des ressourceneffizienten Umbaus der Immobilien zusammenzuführen.

Laufzeit: 10/2022-09/2023

Ausgangslage

Die Transformation des vorhandenen Gebäudebestands ist mit Blick auf den Klimawandel, die Energiekrise und knapper werdende Ressourcen wichtiger denn je. Gleichzeitig werden viele Gebäude, die ihre Funktion verloren haben und deren Gestalt und Räumlichkeiten nicht mehr dem aktuellen Zeitgeist entsprechen, immer wieder abgebrochen, um die Grundstücke frei für neue Nutzungen zu machen. Der fortwährende Kreislauf aus Abriss und Neubau ist mit Blick auf die architektonischen und baukulturellen Potenziale der Bestandsgebäude und die darin vorhandene graue Energie nicht nachhaltig. Für eine klimagerechte Stadtentwicklung müssen Forschung und Praxis verstärkt innovative Methoden und Instrumente für das Planen und Bauen im Bestand finden.

Der Rückzug des stationären Einzelhandels aus der Fläche und die anhaltende Krise der Warenhäuser lassen absehbar weitere Geschäftsaufgaben erwarten. Gleichzeitig eröffnen sich Potenziale für die energie- und ressourceneffiziente Umnutzung funktionslos gewordener Bauten und Strukturen des Einzelhandels und ihre Anpassung an ein verändertes innerstädtisches Nutzungsgefüge.

Ziel

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Bestand als Ressource“ geht es darum, Einzelhandelsgroßimmobilien der 1950er bis 1970er Jahre mit Blick auf veränderte funktionale und ästhetische Ansprüche umzubauen.

Im Fokus des Projekts stehen städtebaulich-funktionale Fragen der Umnutzung im Kontext des Nutzungswandels in den Innenstadtzentren, neue Formen der Nutzungsmischung und Wege der Prozessgestaltung. Darüber hinaus werden technische Aspekte des ressourceneffizienten Umbaus und der Bilanzierung sowie wirtschaftliche Aspekte der Projektentwicklung behandelt. Dabei geht es u.a. um folgende Fragen:

  • Wie können neue Formen der Nutzungsmischung Impulse für eine resiliente Innenstadtentwicklung setzen?
  • Wie kann das vorhandene architektonische, baukulturelle und ökologische Potenzial ehemaliger Kauf- und Warenhäuser für eine Drittverwendung genutzt werden?
  • Wie können Einsparpotenziale durch Sanierung und Umnutzung von Einzelhandelsgroßimmobilien über den verlängerten Lebenszyklus zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen?
  • Welche Anforderungen ergeben sich über lebenszyklusorientierte Bilanzen und wie lässt sich der Vergleich zwischen Abriss und Neubau gegenüber einer Umnutzung darstellen?
  • Welche Herausforderungen bestehen mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit von energie- und ressourceneffizienten Umnutzungen?

Vorgehen

Anhand von Fallstudien werden im engen Zusammenspiel zwischen Wissenschafts- und Praxispartner*innen zentrale bauliche, technische, wirtschaftliche und ökologische Parameter für die Umnutzung identifiziert und Konzepte und Maßnahmen für die Neuausrichtung und energetische Sanierung der Immobilien entwickelt.
Zentrale Methodik zur Strukturierung des inter- und transdisziplinären Arbeitsprozesses ist der Design Thinking Ansatz.


Konsortium

Projektpartner*innen und Förderung

Projektpartner*innen im Forschungsverbund

  • Technische Universität Dortmund, Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung
  • Ruhr Universität Bochum, AG Ressourceneffizientes Bauen
  • Landmarken AG

Förderung

Das Projekt wird gefördert vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen aus Mitteln der Zukunft Bau Forschungsförderung.

Kontakt

Ansprechpersonen

TU Dortmund
Fakultät Raumplanung
Stadt- und Regionalplanung
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Frank Othengrafen

TU Dortmund
Fakultät Raumplanung
Stadt- und Regionalplanung
Dipl.-Ing. Nina Hangebruch


Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.