Vom Machen ins Wirken: Das Fachgebiet SRP auf dem 8. MPSC‑Kongress in Berlin

Am 28. und 29. April 2026 fand im smartvillage Berlin der 8. Kongress der Modellprojekte Smart Cities (MPSC) unter dem Motto „Gekommen, um zu bleiben: Vom Machen ins Wirken“ statt. Der Kongress brachte Vertreter:innen aus Politik, Kommunen, Wissenschaft und Praxis zusammen, um gemeinsam zu diskutieren, wie aus innovativen Projekten dauerhafte Strukturen, mehr Sichtbarkeit und spürbare Wirkung für Städte und Regionen entstehen können.
Im Mittelpunkt standen Fragen, die für die Stadtplanung besonders relevant sind: Wie lassen sich Smart‑City‑Lösungen – von urbanen Datenplattformen über digitale Zwillinge bis hin zu Beteiligungs- und Monitoringtools – in den Regelbetrieb überführen, organisatorisch verankern und über kommunale Grenzen hinweg nutzbar machen. In Panels, Fachimpulsen und interaktiven Werkstätten wurden Erfolgsfaktoren, Stolpersteine und übertragbare Lösungsansätze aus den Modellprojekten Smart Cities vorgestellt und kritisch reflektiert.
SRP nutzte den Kongress, um sich mit Kommunen, Ministerien, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zu vernetzen. Besonders wertvoll war der Austausch zu Themen wie Digitalen Zwillingen, dem Datenstandard XPlanung, klimabewusster und resilienter Stadtentwicklung, dem Einsatz urbaner Datenplattformen sowie der Rolle von Forschung für die Weiterentwicklung smarter Städte und Regionen. Die Diskussionen zeigen deutlich, dass Smart City ein Teamsport ist: Technische Lösungen entfalten ihre Wirkung erst dann, wenn Governance-Strukturen, Kompetenzen und Kollaborationsformate in den Kommunen entsprechend mitgedacht und aufgebaut werden.
Für unsere weitere Arbeit, insbesonderem im Projekt EKLIPS3plus1, nehmen wir zentrale Impulse mit: die Notwendigkeit, Smart‑City‑Maßnahmen wie Digitale Zwillinge systematisch hinsichtlich ihrer räumlichen Wirkungen und Mehrwerte für Planungsprozesse zu evaluieren, die Bedeutung interkommunaler Kooperation und Wissenstransfers sowie die Chance, wissenschaftliche Erkenntnisse noch stärker in praktische Tools und Strategien für Kommunen zu übersetzen. Besonders spannend fanden wir das Tool #HAL-Plan der Städte Halle (Saale) und Paderborn, das auf der Grundlage eines Digitalen Zwillings die Integration von XPlanung berücksichtigt und nicht nur Stadtplanung, Ökologie und Gewerbeflächenmanagement integriert, sondern auch dazu beiträgt, Verwaltungsverfahren und Beteiligungsprozesse zu optimieren, Planungssicherheit zu erhöhen und Entscheidungen in komplexen Stadtentwicklungsprozessen zu erleichtern.
Der Kongress hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der kontinuierliche Dialog ist, um die digitale Transformation von Städten und Regionen nachhaltig, lernorientiert und gemeinwohlorientiert zu gestalten.
Kontakt: Lars Sievers

